Insektenhotels gehören inzwischen zum guten Ton in jedem naturnahen Garten, Bienenweiden sowieso. Beides hat auch einen gewissen dekorativen Wert für den Gärtner. Dabei wird häufig vergessen, dass nicht nur die erwachsenen Endstufen von Insekten Nahrung brauchen, sondern auch die Larven. Schmetterlingsraupen etwa fressen gerne Brennnesseln. Saatgutmischungen für bienenfreundliche Blumenwiesen wird man aber wohl kaum Brennnesselsamen beimengen. Die Pflanze gilt im Garten als unattraktiv, als ultimatives Unkraut per se. Wer sich über Schmetterlinge freut, sollte diese Haltung überdenken.

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Tagpfauenaugen, Kleiner Fuchs und Landkärtchen sind auf Brennnesseln angewiesen, sie sind monophag. Das Portal floraweb.de, betrieben vom Bundesamt für Naturschutzlistet 36 heimische Schmetterlingsarten auf, die die Große Brennnesseln als Futterpflanze nutzen, sieben davon sind monophag, können also nicht auf andere Pflanzen ausweichen. Der Schmetterlingsflieder ist somit schon mal ein guter Anfang, aber nicht genug, um den farbenfrohen Tieren eine Heimat zu bieten. Eventuell findet sich ja ein Eckchen auf dem Grundstück, wo die Brennnesseln niemanden stören.

4 thoughts on “Brennnesseln – die Raupenweide

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