Die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn verkündet im September 2015 auf Ihrer Facebook-Seite:
“Die kalifornische Umweltbehörde EPA hat ‪#‎Roundup  als ‪#‎krebserregende  chemische Substanz eingestuft. ‪#‎Gefährlich für Menschen, Tiere und Umwelt. Roundup, ‪#‎Glyphosat‬, der ‪#‎Widerstand wächst, richtig so: …”
und zitiert anschließend eine Meldung von einem US-NGO-Portal.
Frau Höhn und auch die zitierte Meldung ziehen voreilige Schlüsse. In der Originalmeldung steht, dass das California Environmental Protection Agency’s Office of Environmental Health Hazard Assessment plant, Glyphosat (nicht Roundup!) auf die sogenannte Proposition 65-Liste zu setzen. Bis zum 5. Oktober 2015 läuft die Einspruchsfrist. Noch steht Glyphosat nicht drauf.
Die Konsequenz des Listeneintrags ist, dass Hersteller bzw. Verkäufer der Produkte, die gelistete Substanzen enthalten, Warnhinweise veröffentlichen müssen. Auf der Liste stehen übrigens Stoffe wie Acrylamid, die Anti-Baby-Pille, Testosteron, Holzstaub aber auch Alkohol. Bei alkoholischen Getränken muss der Warnhinweis folgende Sprachregelung enthalten:
“WARNING: Drinking Distilled Spirits, Beer, Coolers, Wine and Other Alcoholic Beverages May Increase Cancer Risk, and, During Pregnancy, Can Cause Birth Defects”
 So stehen in Fast Food Restaurants und Cafés in Kalifornien Warnhinweise, dass Pommes, Gebäck oder auch Kaffee Acrylamid enthalten und dass dieser Stoff eventuell Krebs erzeugen sowie Geburtsdefekte bewirken kann. Das sind die Konsequenzen, sollte Glyphosat nach der Einspruchsfrist auf der sogenannten Proposition 65-Liste stehen – nicht mehr und nicht weniger.

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