Die Empörungsindustrie fährt ihre Maschinen wieder an: In der vergangenen Woche ging eine Europäische Bürgerinitiative gegen die Verlängerung der EU-Genehmigung für den Herbizid-Wirkstoff Glyphosat an den Start. Wir erinnern uns: Die EU-Kommission hatte in 2016 die Genehmigung erst einmal bis Ende dieses Jahres verlängert. Man wolle die Risikobewertung durch die Europäische Chemikalienbehörde ECHA (European Chemicals Agency) abwarten. Der Abschlussbericht des ECHA-Gremiums soll bis Ende November 2017 fertig sein:

Während die Wissenschaftler noch Daten zusammentragen und auswerten, ist die Meinungsbildung von NGOs, bestimmten Parteien und manchen Regierungsbehörden bereits abgeschlossen. Bei der Diskussion im vergangenen Jahr waren mir ein paar Tweets von Maria Krautzberger aufgefallen, der Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA). Sie behauptete damals, dass  Glyphosat dramatische Auswirkungen auf die Biodiversität habe. Ich wollte wissen, ob sie dafür Belege hätte:

Und es kam auch eine Antwort:

Das genannte Dokument “Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance glyphosate” ist der Abschlussbericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA zur Bewertung von Glyphosat. Dort steht auf Seite 18 im Abschnitt “Ecotoxicology”:

“The new proposed reference specification as proposed by the RMS (Germany, 2015) is not supported by the specifications of all applicants. Therefore a critical area of concern was identified.

Some aspects of the risk assessment of glyphosate were discussed at the Pesticides Peer Review Meeting 128 (3–5 March 2015). The RMS raised concerns regarding the indirect effects (biodiversity) on non-target organisms via trophic interaction of extensively used herbicides such as glyphosate. At the meeting there was also an exchange of views on this issue. The experts considered this as an important risk management issue.

For the risk assessment to birds and mammals, it is acknowledged that no specific scenarios are available in the Guidance Document on Risk Assessment for Birds and Mammals (EFSA, 2009) for the spraying applications against emerged annual, perennial and biennial weeds for the representative use ‘all crops pre-planting and post planting’. The RMS used, as surrogate, the worst case scenarios related to the early stage of several crops for the representative uses ‘all crops’ (pre and post-planting). Although it is not clearly indicated in the guidance document (EFSA, 2009), likely the most suitable scenarios might have been those related to ‘not crop directed applications’, which were specifically developed for herbicides applied in orchards. However, the RMS’s approach covered both the latter scenarios and other more conservative ones. Therefore the RMS’s approach was considered acceptable.”

“RMS” steht für “Reporting Member State”, also für den Mitgliedsstaat, der die ursprüngliche Risikobewertung erstellt hat. Das ist im Fall von Glyphosat Deutschland. Und nun dürfen wir dreimal raten, welche Bundesbehörde wohl den Abschnitt über Auswirkungen auf den Naturhaushalt erarbeitet hat: Richtig, das Umweltbundesamt. Aufschluss gibt hier eine Meldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) von 2014. Dort heißt es:

“Bedenken bestehen allerdings in Hinsicht auf den Schutz der biologischen Vielfalt. Zwar ist Glyphosat für Vögel, Säugetiere und Insekten nicht unmittelbar schädlich. Breitbandherbizide wie Glyphosat töten jedoch auf den behandelten Kulturflächen auch diejenigen Pflanzen ab, die Insekten wie Schmetterlingen und Wildbienen Nahrung bieten. Damit kann auch Feldvogelarten wie dem Rebhuhn und der Feldlerche die Nahrungsgrundlage beeinträchtigt werden. Der Bericht empfiehlt deshalb der Europäischen Kommission, die Genehmigung für Glyphosat mit der Maßgabe zu verbinden, dass die Mitgliedstaaten Maßnahmen ergreifen, um solche Effekte und nachteilige Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu reduzieren.”

Noch einmal langsam zum Mitschreiben: Die UBA-Präsidentin führt als Beleg für eine Behauptung eine Stelle in einem Bericht an, die ihre eigenes Haus dort reinverhandelt hat. 

Maria Krautzberger nennt eine weitere Quelle:

Dieses Dokument ist eine mehr als 500 Seiten umfassende Untersuchung, die u.a. von Mitarbeitern eines NABU-Instituts verfasst worden ist. Interessanterweise ist das Papier offiziell nach der Abgabe der Glyphosat-Bewertung an die EFSA erschienen. Um direkt zu den für mich interessanten Informationen vorzustoßen, habe ich einfach meinen Computer nach dem Wort “glyphosate” suchen lassen. Es gab 15 Treffer: je einen im Inhalts- und Abbildungsverzeichnis, zwei im Literaturverzeichnis und 11 (in Worten: “elf”) im Fließtext. Außerdem gab es noch zwei Treffer für das deutsche Wort “Glyphosat” im Literaturverzeichnis. Hier die elf Treffer aus dem Fließtext:

S. 20: “The most sold herbicide agent group are the
organophosphorous herbicides (32 %) to which glyphosate belongs.”

S. 22: “2.3.2  Digression – glyphosate as most used herbicide

The use of glyphosate has increased since 2000 (Fig. 2.3.3). In 2007 and 2008 particularly large amounts were used, and in 2011 its use reached the third highest level since 2000. The main area of application of glyphosate in arable farming in Germany is stubble treatment in the first instance, followed by pre-sowing application and desiccation (e.g. for accelerated maturation) according to Dickeduisberg et al. (2012). (…) The use of broad-band herbicides such as glyphosate for stubble treatment and desiccation is economical to the farmer, but not in compliance with the Plant Protection Act (Haffmanns 2007).”

S. 23: “Fig. 2.3.3: Annual domestic use (in t) of Glyphosate in Germany since 2000 (Source: German Parliament brochure 17/7168, 2011).

S. 116: “For example glyphosate has toxic effects on amphibians and causes serious population declines (Relyea 2005) and can lead to cell damage and cancer growth in humans (Marc et al. 2002; Eriksson et al. 2008; Benachour & Séralini
2009; Gasnier et al. 2009). (…) Amphibians could profit in particular, as it has been proved that these are also affected by direct toxic effects of glyphosate, the most widely used broad-spectrum herbicide (see above).”

S. 117: “The most widely used herbicides in Germany are the selective isoproturone (for winter wheat, winter barley, rye, spring barley and spring wheat) followed by the non-selective glyphosate (Eurostat 2007). Broad spectrum herbicides such as glyphosate are frequently applied as pre-emergence herbicides, but also for pre-sowing and post-harvest weed repression, and for desiccation (acceleration of maturation) in the pre-harvest period for instance in cereals and rape (see digression on glyphosate in chapter 2.3).”

Was erfahren wir hier über Glyphosat und die Auswirkungen des Wirkstoffs auf die Biodiversität? Nicht viel: Wir erfahren etwas über Anwendungsweise und -häufigkeit und dass Glyphosat giftig auf Amphibien wirken kann. Letzteres ist lange bekannt und deswegen gibt es auch Abstandsregelungen zum Einsatz des Wirkstoffs in der Nähe von Gewässern. Aber zu den behaupteten indirekten dramatischen Auswirkungen auf die Biodiversität durch Glyphosat finde ich nichts außer Mutmaßungen.

Natürlich reduziert Glyphosat den Pflanzenaufwuchs auf einer Fläche – zum Beispiel vor der Neuaussaat – das macht der Pflug aber auch. Und auch der Biobauer reduziert Biodiversität, wenn er zwischen seinen Maisreihen hackt. Und das muss er tun, wenn er nicht nur Kamille ernten will, sondern Mais.

Mein Eindruck ist, dass hier ein neues Paradigma installiert werden soll, um den Einsatz von Pflanzenschutzmittel generell in Frage zu stellen.

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Bildnachweis: BMUB
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12 thoughts on “Nachgehakt: Glyphosat und Biodiversität

  1. Wer wissen will, wie landwirtschaftliche Pestizide, u.a. Glyphosat, massiv die Biodiversität zerstören, kann das einfach in diesen Studien und Berichten nachlesen:
Zum Beispiel beim Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
http://www.ufz.de/index.php?de=35329
    Oder hier beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau:


    http://www.fibl.org/de/themen/biodiversitaet.html

    Oder hier in der Zeitschrift für angewandte Ökologie:

    http://www.nul-online.de/Archiv/Archiv/Pestizide-kontra-Artenvielfalt,QUlEPTEzNTg1MjkmTUlEPTgyMDMw.html

    
Und da Glyphosat eins der meistgenutzten Pestizide weltweit ist, dezimiert es Regenwürmer:


    https://www.agrarheute.com/news/studie-naehrstoffverluste-weniger-regenwuermer-glyphosat

    Schmetterlinge, wie der Monarchfalter, sterben aus:
https://www.regenwald.org/petitionen/969/gift-fuer-millionen-schmetterlinge#more
Bienen verlieren ihren Orientierungssinn:


    http://www.theecologist.org/News/news_round_up/2985493/glyphosate_harms_bees_spatial_learning.html

    Die Schwänze von Kaulquappen verkümmern:


    http://science.orf.at/stories/2807604/


    Und auch andere große Tiere werden massiv geschädigt, wie z.B. Fasane, Hasen, Rehe, wie man hier im Fallwildbericht nachlesen kann:

    
http://www.rwj-online.de/rwj/forschungsstelle/wildkrankheiten/warum-rehe-krank-werden—und-wie-man-ihnen-helfen-kann_6_1284.html

    Zudem wird mit dem Totalherbizid die Blütenvielfalt dezimiert, die die Insekten als Nahrung zum Überleben brauchen.
D.h. um die Biodiversität und damit unsere lebensnotwendige Biodiversität zu erhalten, muss Glyphosat endlich verboten werden.

    Und wer sich wundert, warum das BfR Glyphosat als harmlos bezeichnet, sollte mal einen Blick auf die BfR Pestizidexperten werfen. Denn 3 der 13 Wissenschaftler sind die Mitarbeiter der Glyphosathersteller BAYER und BASF.


    http://www.bfr.bund.de/de/mitglieder_der_bfr_kommission_fuer_pflanzenschutzmittel_und_ihre_rueckstaende-189320.html


    Das ist so wissenschaftlich, als ob die Ingenieure von PORSCHE und AUDI den VW Abgasskandal aufklären würden.

    
Oder wenn im BfR der Experte und bekannte Industrielobbyist Dr Jürg Zarn die Glyphosat Herstellerstudien durchwinkt und gleichzeitig im BVL und in der FAO/JMPR / WHO Expertengruppe sitzt, um die Ergebnisse des BfR, die er selbst erstellt hat, zu überprüfen.

    Das ist dann so, als ob ich einen Schulaufsatz schreibe, mir dafür eine Eins gebe, und ich dann selber, als unabhängige Prüferin, dieses Ergebnis gegenüber der Direktorin bestätige.

    Das ist im Fall der Glyphosatzulassung keine Wissenschaft, sondern krimineller Industrielobbyismus auf Kosten der Biodiversität und Gesundheit von Millionen EU Bürgern.

  2. Landwirtschaft ist per Definition ein künstliches System mit dem Ziel nützliche Gewächse zu produzieren. Es gilt die einfache Regel: Ertrag ist umgekehrt proportional an Biodiversität. Deshalb wird Unkraut entfernt, entweder mechanisch oder mit Gift, auch beim Biobauer.

    Unbestritten ist, dass Glyphosat ein sehr effektives Herbizid ist, aber das war’s dann auch schon. Wenn Tiere oder Menschen Glyphosat aufnehmen wird es weder metabolisiert noch angereichert sondern schnell ausgeschieden (http://www.glyphosate.eu/). Um eine Wirkung zu haben, muss es mit etwas reagieren, und dass ist der Punkt: es gibt keinen plausiblen Mechanismus für eine Glyphosatschädigung bei Tiere. Wenn man Ihre Links über verendete Rehen, Vöglein oder Amphibien folgt, findet man dann auch keine Studien sondern Schauergeschichten und Glaubensbekenntnisse. Für eine Bewertung der Studie mit den Regenwürmer bitte diesen Link folgen: http://weedcontrolfreaks.com/2015/09/dead-plants-are-probably-bad-for-earthworms/. Spoiler alert: es ist keine gute Studie. Das gleiche gilt für die Bienenstudie. Nach Fig. 4 beruht die ganze Aussage auf das Verhalten von Lediglich 4(!) Bienen. Für eine mehr Diskussion siehe: (https://www.reddit.com/r/science/comments/3lo4vf/glyphosate_harms_bees_spatial_learning_study/).

    Es gibt in unsere Welt genug zu verbessern, dafür muss man ein Problem aber erst bestimmen und in all seine Facetten zerlegen um optimale Gegenmaßnamen treffen zu können. Nehmen wir den Monarchfalter. Bedroht ist der Falter noch nicht, aber es gibt einen starken Rückgang, nur: weshalb? Im Brennpunkt seriöser Studien steht neben geänderte Agrarpraktiken, die starke Abholzung in den Überwinterungsgebiete in Mexiko, aber auch die Verluste im Straßenverkehr sind erheblich (McKenna et al. (2001) Journal of the Lepidopterists’ Society 55, 63-68). Kommen wir zu den Futterpflanzen. Beobachtungen lassen vermuten, dass die Hauptvermehrungsgebiete des Monarchfalters recht weit nördlich liegen, an der Grenze mit Kanada, (http://www.monarchwatch.org) und dass in den USA nicht die Futterpflanzen fehlen, sondern die Nektarquellen welche die Falter benötigen auf ihrem weitem Weg zu den Überwinterungsquartieren in Mexiko (https://phys.org/news/2016-04-milkweed-monarchs-habitat-nectar-threats.html/).

    Noch vor einigen Jahren waren genetisch geänderte Pflanzen der Würzel aller Über dieser Welt. Jetzt, wo die GMO-katastrofe noch immer auf sich warten lässt, soll Glyphosat es richten. Wie Sie am Ende ihre Nachricht so treffend zum Ausdruck bringen: die Welt ist so viel einfacher wenn ein Schuldiger schon vor dem Prozess feststeht und man Ankläger und Richter in einem sein darf.

    1. Sie können alternativ ja auf Nahrungsaufnahme (und auf eine geheizte Wohnung, auf Mobilität, auf Kleidung etc.) verzichten – die Biodiversität wird’s Ihnen danken.

      Im Ernst: Haben Sie den Text oben nicht gelesen? Ob ich pflüge vor der Aussaat oder Glyphosat benutze macht in Hinblick auf die Biodiversität kaum einen Unterschied. Für Bodenleben und -struktur ist Glyphosat sogar besser.

      1. und der Ackerrandstreifen bekommt bei den Megafeldern der Agrargenossenschaften auch noch fein den Sprühnebel ab. Ein Totalherbizit als Diversitätspfleger? Wer rennt hier einer Ideologie hinterher?

  3. “Biolandbau fördert die Biodiversität

    Der biologische Landbau steht für Vielfalt. Dass dem so ist, zeigen viele wissenschaftliche Studien. Biobauern erbringen im Vergleich zu ihren konventionellen Kollegen deutliche Mehrleistungen zugunsten der Biodiversität. Biobetriebe haben je nach Höhenlage zwischen 46 und 72 Prozent mehr naturnahe Flächen und beherbergen 30 Prozent mehr Arten sowie 50 Prozent mehr Individuen als nicht-biologisch bewirtschaftete Betriebe. Die geringere Anbauintensität und der höhere Anteil an naturnahen Flächen führen dazu, dass viele seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten auf Biobetrieben vorkommen.”

    http://www.fibl.org/de/themen/biodiversitaet.html

    1. Gründe für die höhere Biodiversität

      Im biologischen Landbau werden verschiedene Massnahmen im Anbau und in der Landschaftsgestaltung umgesetzt, die sich nachweislich positiv auf die biologische Vielfalt auswirken. Insbesondere fördern folgende für den Biobetrieb typischen Massnahmen die Biodiversität:

      Verzicht auf Herbizide
      Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide
      Geringere und rein organische Düngung
      Geringerer Viehbesatz pro Fläche
      Vielfältige Fruchtfolgen mit hohem Kleegrasanteil
      Schonende Bodenpflege (Humuswirtschaft)
      Höherer Anteil an naturnahen Flächen
      Höherer Anteil wertvoller Nutz- und Ökoflächen
      Vielfältige Betriebsstruktur

      Diese Faktoren fördern nicht nur die Biodiversitat, sondern stärken auch die natürlichen Kreislaufe und steigern so die Nachhaltigkeit von Biobetrieben (FAO 2002, Niggli et al. 2009, Pimentel et al. 2005).

    1. Um ehrlich zu sein, ich sehe keinen Konflikt zwischen Bio- und konventionelle Landwirtschaft. Gewisse ertragsarme Kulturlandschaften wie Heidegebiete oder Bergwiesen lassen sich und ihre Artenvielfalt, hervorragend durch subventionierte, arbeitsintensive, Biolandwirtschaft erhalten. Genau so ist es sinnvoll um fruchtbare Böden für optimale Erträge zu nutzen und da ist Biolandwirtschaft durch seine Ineffizienz (http://www.pnas.org/content/114/5/926.full.pdf) oft die falsche Wahl. Europa hat die vielleicht beste Bedingungen für Landwirtschaft und trotzdem ist es mittlerweile zu einem netto Agrarimport Kontinent geworden (http://opentranscripts.org/transcript/mapping-evolving-food-systems). Diesem Defizit durch subventionierte Biolandwirtschaft noch zu erweitern, ist moralisch fragwürdig, sind es am Ende doch immer wieder die Anderen welche die Zecke dafür zahlen müssen.

      Übrigens ist Biodiversität auch nicht immer das Maß aller Dinge. Als vor etwa 20 Jahren beschlossen wurde das NSG Hainich zum größten zusammenhängenden Laubwaldgebiet Deutschlands zu gestalten, bedeutete dass auch die Beforstung offene Landschaftselementen wie den ehemaligen Truppenübungsplatz Weberstedt. Damit, so wusste man, wurde die absolute Artenvielfalt zwar dramatisch abnehmen, einige sehr seltenen Arten aber, welche an große Laubwälder gebunden sind, wurden hiervon profitieren, wie der Mittelspecht.

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